Hula - Hawai´i Tanz
Hula - Hawai´ianischer Tanz
Antiker Hula (hula kahiko) - energiereich getanzte Bilder erzählen von Natur, Göttern und Menschen. Der Gesang wird von einer Kürbistrommel begleitet.
Moderner Hula (hula auana) - meist mit Ukulele begleiteter Gesang von lieblicher Dichtung und somit auch mit sanften erhabenen
Tanzbewegungen.
In meinen Aufführungen werden die Lieder in deutsch erklärt.
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Wissenswertes
Ein kühnes Seefahrervolk, welches um 1.500 v. Chr. aus Asien auswanderte, um sämtliche bewohnbare Inseln des Polynesischen Meeres für sich einzunehmen, besiedelte um 800 n. Chr. die Inseln von Hawai´i. Somit sind von alters her Hawai´ianer, Tahitianer, Samoaner und schließlich Maori mit einander verwandt. Sie sprechen eine Sprache, welche sich nur in geringem Ausmaß verschieden weiterentwickelte. Sie haben ursprüngliche Gebräuche, Sitten, Ansichten und schließlich auch die selben Urgötter (richtigerweise Urgeistformen).
Als Steinzeitvolk war ihnen schreiben fremd, aber Gesellschaftsstrukturen und angemessenes Verhalten waren sehr genau definiert. Diese Rangordnung wurde aus der Geburt, aber auch durch Begabung und Leistung abgeleitet.
Ihr gesamtes Wissen, auch über ihre ursprüngliche Herkunft, den Ahnen, den Naturgegebenheiten an verschiedenen Orten, wie Pflanzen-, Tiervorkommen und Ähnliches, aber auch menschlich psychologische Phänomene (als übernatürliche Geistwesen personifiziert) wurden in Versform auswendig gelernt und von Generation zu Generation weitergegeben.
Diese Verse wurden gesungen bzw. rezitiert und oft mit Bewegungen und Handgesten "erzählt", um den Ausdruck zu verstärken und sie auch besser verständlich zu machen. Beides Gesang und Bewegung wird hula genannt und von ausgewählten, ausgebildeten kumu hula (Hula Lehrer) auf das peinlichst Genaueste im Gedächtnis gehalten. Dadurch konnten Traditionen und Rechtmäßigkeit bestimmter Rangordnungen und Sachverhalte (wie Besitzanspruch etc.) dem Volk und den ali´i (Häuptlingen) jederzeit belegt werden. Dies ist eine ehrliche Selbstidentifikation, ähnlich jener bei den europäischen Kelten, sowie anderen Urvölkern.
Der Reichtum an Wissen ist enorm und die Verlässlichkeit auf Richtigkeit ist durch den stärksten Muskel (unser erinnerungsfähiges Gehirn) und durch die Kritik an jeder noch so kleinen Unrichtigkeit seiten anderer kumu hula gewährleistet. Die Zahl dieser kumu hula ist begrenzt. Es sind dennoch nicht so wenige, als dass das kulturelle Erbe durch einige Wenige hätte manipuliert und geändert werden können.
Hula spiegelt also die Seele des hawai´inaischen kulturenllen Erbes wieder.
Mit einfachen natürlichen Gegenständen, wie die ipu (Kürbistrommel), Stöcke, Rasseln usw. werden die Gesänge und Tänze über Häuptlinge oder Götter/Göttinnen rhythmisch begleitet.
Die Poesie der Hawai´ianer verwendet viele Natursymboliken und wird durch den Tanz erlebbar. Die Verse geben Geschichten in verdichteter Form wieder, welche häufig hinter der augenscheinlichen Wahrheit eine zweite "versteckte" Bedeutung haben, welche sich nur dem erschließt, welcher über genügend Lebenserfahrung verfügt oder jahrelang in einem (Hula Schule) ausgebildet wurde. Diese Ausbildung ist zum einen ein körperliches Training und zum anderen eine Übung zur Ausbildung des rechten Sozialverhaltens. Des weiteren werden Sprache, Kultur und Ahnengut vermittelt.
Aloha und mahalo nui